Jonas Andrulis
Jonas Andrulis (* in Berlin) ist ein deutscher Unternehmer und KI-Forscher, der 2019 Aleph Alpha mitgründete – ein auf europäische Souveränitäts-KI...
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Jonas Andrulis
Jonas Andrulis (* in Berlin) ist ein deutscher Unternehmer und KI-Forscher, der 2019 Aleph Alpha mitgründete – ein auf europäische Souveränitäts-KI spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Heidelberg. Nach über sechs Jahren als CEO trat er im Oktober 2025 von seiner operativen Rolle zurück und ist seitdem Chairman des Advisory Boards bei Aleph Alpha. Andrulis gilt als einer der prägenden Köpfe der europäischen Enterprise-KI-Szene.
Überblick
- Aktuelle Position: Chairman of the Advisory Board, Aleph Alpha (seit Januar 2026)
- Frühere Positionen: CEO & Gründer, Aleph Alpha (2019–Oktober 2025); Senior AI R&D Manager, Apple (2016–2019); Gründer & CEO, Pallas Ludens GmbH (2014–2016); Berater bei Deloitte, Q PERIOR, msgGillardon AG
- Ausbildung: Diplom Wirtschaftsingenieur, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Schwerpunkt KI und Modellierung; Diplomarbeit über Bayes’sche Netze
- LinkedIn: linkedin.com/in/jonasandrulis
Karriere
Beratung (ca. 2008–2014)
Nach ersten Jahren bei SAP wechselte Andrulis in die Unternehmensberatung. Er arbeitete als Berater bei msgGillardon AG, Q PERIOR und Deloitte, wo er Berührungspunkte mit Datenanalyse und Finanzmodellierung sammelte.
Pallas Ludens GmbH (2014–2016)
2014 gründete Andrulis in Heidelberg Pallas Ludens GmbH, ein Unternehmen mit Fokus auf Machine Learning und Computer Vision. 2016 wurde Pallas Ludens von Apple akquiriert.
Apple – Special Projects Group (2016–2019)
Nach der Übernahme durch Apple zog Andrulis ins Silicon Valley und arbeitete als Senior AI R&D Manager in Apples geheim gehaltener Special Projects Group sowie später in der Siri-Organisation. Diese Zeit prägte seinen Fokus auf großskalige Sprachmodelle und proprietäre KI-Infrastruktur.
Aleph Alpha GmbH – Gründung und Aufbau (2019–2025)
2019 kehrte Andrulis nach Deutschland zurück und gründete gemeinsam mit Samuel Weinbach Aleph Alpha in Heidelberg. Das Unternehmen entwickelte unter seiner Führung die Luminous-Sprachmodellfamilie und positionierte sich als europäische Alternative zu US-amerikanischen KI-Anbietern – mit besonderem Fokus auf Datensouveränität für Unternehmen und Behörden.
Im Jahr 2023 schloss Aleph Alpha eine Series-B-Finanzierungsrunde von über 500 Mio. US-Dollar ab. Zu den Investoren zählten u. a. die Schwarz Gruppe (Lidl/Kaufland), Bosch Ventures und SAP.
Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung – weg von der eigenen LLM-Entwicklung, hin zur Beratung von Regierungen und Konzernen bei KI-Implementierung – trat Andrulis am 11. Oktober 2025 als CEO zurück. Die operative Führung übernahmen Reto Spörri (ehemals Schwarz Gruppe) und Ilhan Scheer (ehemals Accenture) als Co-CEOs.
Advisory Board Chairman (seit Januar 2026)
Seit Anfang 2026 ist Andrulis als Chairman of the Advisory Board weiterhin dem Unternehmen verbunden, nimmt aber keine operativen Aufgaben mehr wahr.
Relevanz für die europäische KI-Szene
Andrulis positionierte Aleph Alpha bewusst als „sovereign AI”-Anbieter für Europa – ein Ansatz, der insbesondere bei deutschen Behörden und kritischer Infrastruktur auf Resonanz stieß. Er erhielt 2023 den WTF Innovators Award und wurde vielfach als einer der wichtigsten deutschen KI-Unternehmer porträtiert.