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Unternehmen Aktualisiert: 6.4.2026

Finom

Finom ist ein europäisches Fintech-Unternehmen mit Sitz in Amsterdam, das eine integrierte Finanzplattform für kleine und mittlere Unternehmen,...

Finom

Finom ist ein europäisches Fintech-Unternehmen mit Sitz in Amsterdam, das eine integrierte Finanzplattform für kleine und mittlere Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige anbietet. Die Lösung kombiniert Geschäftskonto, Rechnungsstellung, Buchhaltung und Steuermanagement in einer einzigen App und richtet sich vor allem an Gründer und Solo-Unternehmer in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Spanien.

Überblick

  • Typ: Fintech / Neobank für SMEs
  • Gründung: 2019
  • Hauptsitz: Amsterdam, Niederlande
  • Weitere Standorte: Berlin, Paris, Mailand, Madrid, Vilnius, Nikosia
  • Gründer: Kos Stiskin, Andrey Petrov, Yakov Novikov, Oleg Laguta
  • Mitarbeiter: ca. 500+
  • Website: finom.co
  • Lizenz: E-Money-Lizenz (EMI) der litauischen Zentralbank

Produkte und Services

Finom positioniert sich als All-in-One-Plattform für Finanzen und Administration kleiner Unternehmen. Das Angebot umfasst:

ModulBeschreibung
GeschäftskontoMulti-Currency-IBAN-Konten, SEPA-Transfers, virtuelle und physische Visa-Karten
RechnungsstellungErstellung, Versand und Tracking von Rechnungen, Angeboten und Mahnungen, E-Invoicing für Italien
BuchhaltungAutomatisierte Belegerfassung, Kategorisierung, Export an Steuerberater (DATEV-Schnittstelle in Deutschland)
Cashflow-ManagementEchtzeit-Übersicht über Einnahmen, Ausgaben und Liquidität
Team-FunktionenMehrbenutzerzugriff, Rollen, Spesenmanagement
Steuer-ToolsLänderspezifische Steuerberechnung und -berichte

Die Plattform ist als Web-App und als mobile App (iOS/Android) verfügbar und unterstützt unterschiedliche Tarifmodelle vom kostenlosen Solo-Plan bis zu Corporate-Tarifen.

Geschichte und Entwicklung

Finom wurde 2019 von einem Gründerteam um Kos Stiskin und Andrey Petrov gestartet, das zuvor bereits die russische Modulbank aufgebaut hatte – eine der ersten Neobanken für KMUs in Osteuropa. Mit Finom verlegte das Team Erfahrung und Konzept nach Westeuropa und fokussierte sich konsequent auf Gründer, Freelancer und Mikro-Unternehmen.

  • 2020: Markteintritt in Italien als erstem Zielland, Launch von E-Invoicing-Funktionalität
  • 2021: Expansion nach Deutschland, Frankreich und Spanien; Erhalt der litauischen E-Money-Lizenz
  • 2022: Launch des Geschäftskontos mit eigener IBAN und Visa-Karten
  • 2023: Ausbau der Buchhaltungsfunktionen, Integration mit Steuerberatersoftware (u. a. DATEV in Deutschland)
  • 2024: Series-B-Finanzierung mit General Catalyst als Lead-Investor, Skalierung des Deutschland-Geschäfts
  • 2025: Erweiterung um KI-gestützte Belegerkennung und automatisierte Cashflow-Prognosen

Team und Führung

  • Kos Stiskin – Co-Founder & Chairman
  • Andrey Petrov – Co-Founder
  • Yakov Novikov – Co-Founder
  • Oleg Laguta – Co-Founder
  • Maxim Pertsovskiy – CEO

Das Team kombiniert Fintech-Erfahrung aus dem Modulbank-Umfeld mit lokal verankerten Country-Managern in den jeweiligen Zielmärkten.

Investoren und Eigentümer

Finom hat in mehreren Finanzierungsrunden insgesamt über 100 Mio. EUR eingesammelt. Zu den bekannten Investoren zählen:

InvestorRunde
General CatalystSeries B (2024, Lead)
NorthzoneSeries A / B
Cogito Capital PartnersSeries A
Target GlobalFrühphase
Entrée CapitalFrühphase
Avala CapitalFrühphase

Da es sich um VC-Investoren handelt und keine spezifischen PE-Fondsnamen mit Vintage-Jahren in offiziellen Pressemitteilungen genannt sind, ist eine konkrete Exit-Prognose anhand der Fund-Vintage-Methode nicht seriös ableitbar. Mittelfristig gilt ein Trade Sale an eine größere Bank oder ein etabliertes Buchhaltungs-/SaaS-Unternehmen als wahrscheinlichstes Szenario; ein IPO wird vom Management nicht ausgeschlossen.

Konkurrenz

Finom steht im Wettbewerb mit anderen europäischen Neobanken und SME-Fintechs sowie mit klassischen Buchhaltungs- und Rechnungstools:

  • Neobanken für KMU: Qonto, Revolut Business, Penta, Tide, Holvi, Kontist, N26 Business
  • Rechnungs- und Buchhaltungssoftware: sevDesk, lexoffice, Candis, FastBill, Debitoor (eingestellt), Zervant
  • Steuer- und KMU-Plattformen: Accountable, Norman

Im DACH-Markt ist Finom besonders mit Qonto, Penta/Qonto und Kontist auf der Bankenseite sowie mit lexoffice und sevDesk auf der Buchhaltungsseite konfrontiert. Der Differenzierungsansatz liegt in der vollständigen Integration von Konto, Rechnung und Buchhaltung in einem Produkt.

Quellen