conmeet
conmeet ist ein cloud-natives Steuerungssystem für Handwerks- und Bauunternehmen aus Borken. Die Plattform bündelt CRM, ERP, Projektmanagement, Kommunikation, Banking und Controlling auf einer einzigen Datenbasis und will damit die zersplitterte Software-Landschaft ersetzen, mit der viele Bau- und Handwerksbetriebe arbeiten — Angebotstool hier, Baustellen-App dort, Buchhaltung im dritten System. Gegründet Mitte 2023, sammelte das Unternehmen im August 2026 in einer überzeichneten Runde 6 Millionen Euro von Reimann Investors und Smedvig Ventures ein.
Überblick
| Name | conmeet GmbH |
| Typ | B2B-Software (Cloud-ERP / Branchenplattform Bau & Handwerk) |
| Gründung | Mitte 2023 |
| Hauptsitz | Borken, Deutschland |
| Gründer | Benedikt Kisner (CEO), Leandro Ananias (CTO), Lennart Eckerlein (COO) |
| Zielgruppe | Handwerks- und Bauunternehmen, vom jungen Betrieb bis zur Unternehmensgruppe |
| Geschäftsmodell | SaaS-Abo (cloud-nativ) |
| Website | conmeet.io |
Produkte und Services
conmeet vermarktet keine einzelnen Module, sondern eine durchgängige Anwendung, die den Betriebsablauf von der Anfrage bis zur Rechnung auf einem zentralen Datenmodell abbildet. Der Anspruch: Statt Insellösungen für jeden Arbeitsschritt bekommt ein Betrieb ein System, in dem Projekte, Baustellen, Nachträge, Material, Disposition, Dokumente und Finanzen zusammenlaufen.
Die Plattform deckt folgende Bereiche ab:
- CRM und Auftragsmanagement — Anfragen, Angebote und Aufträge als ein zusammenhängender Prozess
- ERP und Controlling — Einkauf, Lager, Kalkulation und Auswertungen
- Projektmanagement — Aufgaben, Ressourcen, Termine, Baustellen
- Integrierte Kommunikation — E-Mails, Chats und Dokumente im Projektkontext
- Banking und Finanzen — Kontensynchronisation und Zahlungsabgleich
- KI-Funktionen — KI-Assistent, autonome Agenten, KI-Telefonie und ein „KI-Büro”, das wiederkehrende Aufgaben wie Angebotserstellung und Zahlungsabgleich automatisiert
conmeet positioniert das Ganze als „KI-Steuerungssystem”, das ein Unternehmen nicht nur verwaltet, sondern aktiv steuert. CEO Benedikt Kisner fasst die Haltung so zusammen: „Handwerks- und Bauunternehmen brauchen kein weiteres Tool, sondern ein System, mit dem sie ihr gesamtes Unternehmen steuern können.”
Geschichte und Entwicklung
conmeet wurde Mitte 2023 gegründet. Anders als gewachsene ERP-Systeme, bei denen über Jahre einzelne Module angebaut wurden, konzipierten die Gründer die Software von Beginn an als eine zusammenhängende Anwendung auf gemeinsamer Datenbasis. Der Marktstart erfolgte 2025 nach rund zweijähriger Entwicklung.
Die Finanzierung lief in zwei Schritten:
| Datum | Runde | Betrag | Lead |
|---|---|---|---|
| Februar 2026 | Pre-Seed | 1,3 Mio. € | May Ventures |
| August 2026 | Folgerunde | 6,0 Mio. € | Reimann Investors, Smedvig Ventures |
Die Pre-Seed-Runde im Februar 2026 wurde von May Ventures unter Managing Partner Maximilian Derpa angeführt; die drei Gründer beteiligten sich mit eigenem Kapital. Die zweite Runde im August 2026 war laut Unternehmen überzeichnet — es lagen mehr Zusagen vor als geplant.
Team und Führung
Das Gründungstrio verbindet Software- und Baubranchenerfahrung:
- Benedikt Kisner (CEO) — Gründer der netgo group, einem IT-Dienstleister; bringt den Software- und Unternehmerhintergrund ein
- Leandro Ananias (CTO) — verantwortet Technologie und Produktentwicklung
- Lennart Eckerlein (COO) — langjährige Managementerfahrung in mittelständischen Bau- und Handwerksunternehmen
Als Markenbotschafter tritt der Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen auf.
Investoren und Eigentümer
conmeet ist ein VC-finanziertes Startup in früher Phase. An der Gesellschaft beteiligt sind:
- May Ventures — Lead der Pre-Seed-Runde (Februar 2026)
- Reimann Investors (München) — Co-Lead der 6-Mio-Runde; Managing Director Samuel Schuler begleitet das Investment
- Smedvig Ventures (London) — Co-Lead der 6-Mio-Runde
Beide Lead-Investoren der zweiten Runde investieren in junge europäische Softwareunternehmen. Daneben halten die Gründer selbst Anteile.
Eine Exit-Prognose ist nicht ableitbar: Es handelt sich um Venture-Capital-Finanzierung, kein Private-Equity-Buyout, und in den Pressemitteilungen wird kein Fondsname mit Vintage-Jahr genannt, aus dem sich ein Fondslaufzeit-Ende schätzen ließe.
Konkurrenz
conmeet tritt im Markt für Bau-ERP- und Handwerkersoftware in DACH an, der von etablierten Branchenanbietern und einer Welle jüngerer Cloud-Tools geprägt ist. Der Positionierungsanspruch von conmeet — eine durchgängige Suite statt Einzeltool — grenzt es sowohl von schlanken Handwerker-Apps als auch von schwergewichtiger Konzernsoftware ab.
Relevante Wettbewerber und Vergleichsgruppen:
- Etablierte Bau-/Handwerks-ERP-Systeme: pds, Sander & Doll, Streit, Moser, sowie die Nevaris-Produkte aus dem Hause Nemetschek
- Cloud-Handwerkersoftware / Baustellen-Apps: Craftboxx, ToolTime, 123erfasst
- Horizontale ERP-Systeme, die auch Bau-/Handwerksprozesse abdecken
Details zu Anbietern und Segmentierung in der Marktübersicht Bau-ERP Software DACH.
Quellen
- conmeet – offizielle Website
- conmeet erhält sechs Millionen Euro von internationalen Investoren – Wirtschaft aktuell
- conmeet sichert sich 1,3 Millionen Euro – Wirtschaft aktuell
- conmeet: KI-Steuerungssystem für Handwerk und Bau – architekturblatt.de
- Software – Conmeet: KI-Steuerungssystem für Handwerker – SBZ
- ERP-Anbieter: conmeet GmbH – contentmanager.de
- conmeet – Startbase
Eigentümer
- Reimann Investors
- Smedvig Ventures