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Produkt Aktualisiert: 19.2.2026

Inventor

Inventor: Autodesk Inventor ist eine professionelle 3D-CAD-Software für mechanische Konstruktion, Simulation, Visualisierung und Dokumentation.

Inventor

Autodesk Inventor ist eine professionelle 3D-CAD-Software für mechanische Konstruktion, Simulation, Visualisierung und Dokumentation. Die Software wurde von Autodesk entwickelt und richtet sich an Maschinenbaukonstrukteure und Ingenieure, die spezialisierte Werkzeuge für die Produktentwicklung und Fertigungsvorbereitung benötigen.

Überblick

  • Typ: 3D-CAD-Software für mechanische Konstruktion
  • Hersteller: Autodesk Inc.
  • Erstveröffentlichung: 20. September 1999
  • Hauptsitz: San Francisco, Kalifornien, USA
  • Website: autodesk.com/products/inventor
  • Aktuelle Version: Inventor 2026
  • Lizenzmodell: Abonnement (monatlich, jährlich oder 3 Jahre)
  • Zielgruppe: Maschinenbaukonstrukteure, Produktentwickler, Fertigungsingenieure

Produkt und Funktionen

Kernfunktionen

Inventor bietet ein vollständiges Set an CAD-Werkzeugen für die 3D-Modellierung, Simulation und Dokumentation. Die Software unterstützt parametrische Modellierung, direkte Bearbeitung und Freiformmodellierung für Einzelteile sowie Baugruppenkonstruktion.

Integrierte Werkzeuge umfassen:

  • Maschinenkonstruktion
  • Blechbearbeitung
  • Rahmenkonstruktion
  • Rohr- und Schlauchkonstruktion
  • Kabel- und Leitungssatzkonstruktion
  • Präsentationen und Rendering
  • Simulation und Analyse

Inventor 2026 Neuerungen

Die aktuelle Version Inventor 2026 bringt zahlreiche Verbesserungen:

Montageumgebung: Die neue “Place and Insert”-Funktion ermöglicht schnelleres Zusammenbauen von Komponenten. Nach dem Spiegeln bleibt die Assoziativität für Position und Geometrie erhalten.

Teilemodellierung: Eine überarbeitete Schnittstelle für die Musterung von Körpern und Funktionen erlaubt ungleichmäßige Abstände und flexible Richtungsoptionen.

BIM-Integration: Verbesserte Interoperabilität zwischen Revit und Inventor ermöglicht sichere Datenfreigabe zwischen BIM und MCAD.

Benutzeroberfläche: Stark überarbeitete Dialogfelder für Öffnen und Speichern sowie die Möglichkeit, Parameter in benutzerdefinierten Gruppen zu organisieren.

Zeichnungsfunktionen: Neue Bemaßungstypen “Summe linear” und “Summe Winkel” für gleichmäßig verteilte Elemente.

Design Automation

Durch die tiefe Integration in das Autodesk-Ökosystem bietet Inventor Vorteile für Anwender, die mit AutoCAD oder Revit arbeiten. Die iLogic-Software ermöglicht regelbasierte Automatisierung ähnlich der DriveWorks-Funktionalität in SolidWorks.

Geschichte und Entwicklung

Anfänge (1999-2001)

Autodesk Inventor wurde am 20. September 1999 erstveröffentlicht und markierte Autodesks bedeutenden Einstieg in den 3D-Modellierungsmarkt. Die frühe Entwicklung lief unter dem Codenamen “Mustang”. Die Software entwickelte sich aus einem früheren Autodesk-Tool namens “Designer”, einem 3D-parametrischen Werkzeug.

Inventor war bei seiner Einführung eine der intuitivsten Konstruktionsanwendungen und bot bahnbrechende Funktionen für die adaptive geometrische Bearbeitung. Als erste Design-Software implementierte Inventor eine einzigartige Methodik (Adaptivity) für geometrische Änderungen, die es ermöglichte, komplexe Baugruppen in Rekordzeit zu laden, indem grafische Daten von den eigentlichen Modelldaten getrennt wurden.

Versionshistorie (erste Jahre)

Nach der initialen Veröffentlichung folgten:

  • Inventor 2.0 “Thunderbird” (1. März 2000)
  • Inventor 3.0 “Camaro” (1. August 2000)
  • Inventor 4.0 “Corvette” (1. Dezember 2000)
  • Inventor 5.0 “Durango” (17. September 2001)

Marktpositionierung

Die Einführung von Inventor war ein Wendepunkt für Maschinenbauingenieure und Konstrukteure. Autodesk erkannte, dass bestehende CAD-Software oft zu starr war und umständliche Workflows hatte, die den Konstruktionsprozess verlangsamten. Inventor sollte sowohl parametrische als auch direkte Modellierung unterstützen und schnelle Iteration ermöglichen, ohne die Qualität und Präzision des finalen Designs zu beeinträchtigen.

Autodesk

Unternehmensführung

Seit Juni 2017 ist Andrew Anagnost CEO von Autodesk. Zum Executive Leadership Team gehören:

  • Raji Arasu (CTO)
  • Dara Treseder (CMO)
  • Prakash Kota (CIO)
  • Debbie Clifford (Chief Strategy Officer)
  • Rebecca Pearce (Chief People Officer)
  • Janesh Moorjani (CFO, seit Dezember 2024)

Unternehmensstandort

Autodesk verlegte seinen Hauptsitz 2022 von San Rafael nach San Francisco, Kalifornien. Die Zentrale befindet sich in der 1 Market St Suite 400, San Francisco.

Konkurrenz

Inventor konkurriert im Markt für 3D-CAD-Software mit mehreren etablierten Lösungen:

ProduktHerstellerBesonderheiten
SolidWorksDassault SystèmesLeistungsstärkere Modellierungs-Engine, branchenweiter Standard, einfachere Lernkurve
CreoPTCSkalierbarere Lösung, fortgeschrittenere Simulationstools, höherer Preis
NXSiemensHigh-Performance CAD/CAM/CAE-Suite für Großunternehmen mit erweiterten Engineering-Anforderungen
CATIADassault SystèmesFokus auf Luft- und Raumfahrt sowie Automobilindustrie
Solid EdgeSiemensMittelklasse-Lösung mit guter Preis-Leistung

Marktpositionierung

Die am häufigsten verwendeten Programme für hochvolumige Konsumprodukte sind SolidWorks, Siemens NX und PTC Creo, während CATIA und Autodesk Inventor eine solide, wenn auch eher Nischen-Nutzerbasis haben.

Inventor vs. SolidWorks: Inventor bietet mehrere Funktionen in der Standardedition, die bei SolidWorks nur in höheren Editionen verfügbar sind, und hat signifikant niedrigere initiale Besitzkosten. SolidWorks wird jedoch als leistungsstärker für komplexe Modelle angesehen.

Inventor vs. Creo: Creo ist skalierbarer und bietet fortgeschrittenere Simulationstools, während Inventor bei Preis und Zugänglichkeit punktet.

Inventor vs. NX: Siemens NX ist ein Business-Grade-Suite mit ähnlicher Leistung wie Creo, aber höherem Preis und Ausrichtung auf Großunternehmen.

Quellen