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Person Aktualisiert: 7.3.2026

Stefan Klein

Stefan Klein ist Gründer und CEO der SEPPmail AG, einem Schweizer Anbieter von E-Mail-Sicherheitslösungen mit Hauptsitz in Neuenhof (Kanton Aargau).

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Stefan Klein

Stefan Klein ist Gründer und CEO der SEPPmail AG, einem Schweizer Anbieter von E-Mail-Sicherheitslösungen mit Hauptsitz in Neuenhof (Kanton Aargau). Er gilt als einer der Pioniere der E-Mail-Verschlüsselung im deutschsprachigen Raum und ist Erfinder des patentierten GINA-Verschlüsselungsverfahrens.

Überblick

  • Aktuelle Position: Gründer & CEO, SEPPmail AG (seit 2000)
  • Unternehmen: SEPPmail AG, Neuenhof, Schweiz — E-Mail-Verschlüsselung und Secure Email Gateway
  • Frühere Positionen: Selbstständiger IT-Berater für Schweizer Anwaltskanzleien (1990er Jahre); Mitgründer Onaras AG (2000–ca. 2005); Geschäftsführer Zoe-One (Übergangsfirma)
  • Ausbildung: Kantonsschule Aarau (Matura Typ B mit Latein); HTL Brugg-Windisch (Diplomingenieur Informatik, ca. 1997–2000)
  • Sprachen: Vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch sowie eine weitere)

Karriere

IT-Berater für Kanzleien (1990er Jahre)

Nach der Matura begann Klein als selbstständiger IT-Dienstleister und betreute mehrere Zürcher Anwaltskanzleien. Parallel formalisierte er seine technische Ausbildung an der HTL Brugg-Windisch. Die engen Kontakte in die Anwaltswelt legten den Grundstein für sein späteres Unternehmen — neue Kunden kamen fast ausschließlich durch Weiterempfehlung.

Gründung Onaras AG (2000)

Ende der 1990er Jahre erhielt Klein von einer Kanzlei mit russischen Mandanten den Auftrag, E-Mails sicher zu verschlüsseln. Da die damals übliche PGP-Verschlüsselung für den Kanzleialltag zu komplex war, entwickelte er gemeinsam mit einem Kollegen eine Appliance, die Ver- und Entschlüsselung vollständig automatisierte. Der Prototyp war innerhalb von zwei Monaten fertig. Das Produkt erhielt den Namen SEPPmail (Secure Email PGP Proxy).

2000/2001 gründete Klein zusammen mit zwei Partnern die Onaras AG, um die Lösung zu vermarkten. Der erste öffentliche Auftritt erfolgte auf einer Fachmesse im Jahr 2001 — zu einem Zeitpunkt, als das Bewusstsein für sichere E-Mail-Kommunikation noch kaum vorhanden war.

Investorenstreit und Neustart (ca. 2003–2010)

Ein externer Investor übernahm im Laufe der Zeit 70 % der Anteile und die operative Kontrolle. Unter seiner Führung stagnierte das Unternehmen und meldete schließlich Insolvenz an. Klein verlor vorübergehend den Zugang zur Technologie. Nachdem er die Rechte am SEPPmail-System mit einem neuen Investor zurückgewonnen hatte, startete er das Unternehmen unter dem Namen Zoe-One neu.

SEPPmail AG (2010–heute)

Im Jahr 2010 wurde Zoe-One in SEPPmail AG umbenannt. Klein patentierte das von ihm entwickelte GINA-Verfahren (Generic Internet E-Mail Approach) international — eine Methode, die es Empfängern erlaubt, verschlüsselte E-Mails ohne eigene Software-Installation zu lesen. Die Lösung etablierte sich als Marktführer für E-Mail-Verschlüsselung in der Schweiz.

2015 gründete Klein die SEPPmail Deutschland GmbH mit Niederlassung in Leipzig (später auch Brunnthal bei München), um den DACH-Markt stärker zu adressieren. Zu den Kunden zählen Schweizer Kantonalbanken, Lufthansa Systems, die Österreichische Ärztekammer und KPMG.

Aktuelle Rolle und Produkte

Als CEO leitet Stefan Klein ein Unternehmen, das folgende Kernprodukte anbietet:

  • Secure Email Gateway — Appliance und Cloud-Lösung zur automatisierten E-Mail-Verschlüsselung
  • GINA-Verschlüsselung — Patentiertes Verfahren für empfängerseitig passwortbasierte Entschlüsselung ohne Client-Installation
  • Large File Transfer — Sicherer Austausch großer Dateien
  • Digitale Signaturen und Zertifikate
  • Microsoft-365- und Azure-Integration

SEPPmail positioniert sich mit dem Slogan „E-Mail-Verschlüsselung made in Switzerland” und richtet sich primär an Unternehmen im regulierten Umfeld (Finanz, Gesundheit, Recht).

Quellen