The Playbook
Person Aktualisiert: 8.2.2026

Sebastian Siemiatowski

Sebastian Siemiatowski: Sebastian Siemiatkowski (*3. Oktober 1981 in Polen) ist ein schwedischer Unternehmer und Mitgründer sowie CEO des...

Datenschutz-Hinweis

Alle hier dargestellten Informationen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen. Falls Sie auf dieser Seite gelistet sind und eine Änderung oder Löschung wünschen, nutzen Sie bitte unsere Opt-Out-Seite.

Sebastian Siemiatkowski

Sebastian Siemiatkowski (*3. Oktober 1981 in Polen) ist ein schwedischer Unternehmer und Mitgründer sowie CEO des Fintech-Unternehmens Klarna. Er gründete das Unternehmen 2005 gemeinsam mit Niklas Adalberth und Victor Jacobsson während ihres Studiums an der Stockholm School of Economics. Unter seiner Führung entwickelte sich Klarna zu einem der weltweit größten Fintech-Unternehmen mit einer Bewertung von rund 17 Milliarden US-Dollar beim Börsengang an der New York Stock Exchange im September 2025.

Überblick

  • Aktuelle Position: Co-Founder & CEO, Klarna (seit 2005)
  • Geburtsdatum: 3. Oktober 1981
  • Herkunft: Geboren in Polen, aufgewachsen in Uppsala, Schweden
  • Ausbildung: Master-Abschluss, Stockholm School of Economics
  • Anteil an Klarna: ca. 7,5 %
  • LinkedIn: Sebastian Siemiatkowski

Frühes Leben und Ausbildung

Siemiatkowskis Eltern und seine älteste Schwester emigrierten 1980 von Polen nach Uppsala, Schweden. Er besuchte die Katedralskolan in Uppsala und studierte anschließend an der Stockholm School of Economics, wo er einen Master-Abschluss erwarb. Bereits früh begeisterte er sich für Unternehmertum – seine Vorbilder waren Richard Branson und IKEA-Gründer Ingvar Kamprad. Vor seiner Karriere als Unternehmer arbeitete Siemiatkowski unter anderem bei Burger King und war zeitweise auf Sozialhilfe angewiesen.

Karriere

Gründung von Klarna (2005)

Während seines Studiums an der Stockholm School of Economics erkannte Siemiatkowski ein grundlegendes Problem des E-Commerce: Viele Kunden brachen ihren Online-Einkauf beim Bezahlvorgang ab, weil es keine Möglichkeit gab, wie im stationären Handel erst zu testen und dann zu bezahlen. Gemeinsam mit Niklas Adalberth und Victor Jacobsson entwickelte er die Idee für ein „Buy Now, Pay Later”-Zahlungsmodell und gründete 2005 das Unternehmen Kreditor (später umbenannt in Klarna). Im April 2005 wurde die erste Transaktion mit dem Stockholmer Buchladen Pocketklubben abgewickelt.

Wachstum und Expansion

Im Jahr 2010 erreichte Kreditor einen Jahresumsatz von 54 Millionen US-Dollar und wurde in Klarna umbenannt. Unter Siemiatkowskis Führung expandierte Klarna in über 26 Länder und gewann namhafte Investoren wie Sequoia Capital, Silver Lake, Permira, Visa, Ant Group und Atomico. 2021 erreichte Klarna eine Bewertung von 46 Milliarden US-Dollar – der damalige Höchststand –, wodurch Siemiatkowski zum Milliardär wurde.

Börsengang an der NYSE (2025)

Am 10. September 2025 ging Klarna an der New York Stock Exchange (NYSE) unter dem Ticker KLAR an die Börse. Die Aktien wurden zu einem Preis von 40 US-Dollar platziert – oberhalb der angekündigten Preisspanne von 35 bis 37 US-Dollar. Insgesamt wurden 1,37 Milliarden US-Dollar eingenommen. Am ersten Handelstag stieg der Kurs um 14,5 % auf 45,82 US-Dollar, was einer Marktkapitalisierung von rund 17 Milliarden US-Dollar entsprach. Es war der größte Börsengang des Jahres an der NYSE. Siemiatkowski selbst verkaufte beim IPO keine Anteile; sein ca. 7,5-%-Anteil wurde zum IPO-Preis auf rund 1 Milliarde US-Dollar bewertet.

KI-Strategie

Siemiatkowski positionierte Klarna als eines der Vorreiterunternehmen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Fintech-Bereich:

  • Kundenservice: Anfang 2024 führte Klarna einen OpenAI-gestützten Chatbot ein, der laut Unternehmensangaben die Arbeit von 800 Vollzeitmitarbeitern übernehmen konnte. Später wurde der Ansatz teilweise korrigiert, da Kunden sich über fehlenden menschlichen Support beschwerten.
  • Personalstrategie: Klarna stoppte Neueinstellungen für über ein Jahr. Die Mitarbeiterzahl sank durch natürliche Fluktuation um 22 % auf rund 3.500. Im Mai 2025 kündigte Siemiatkowski an, wieder Menschen einzustellen, da die übermäßige Abhängigkeit von KI zu Qualitätsproblemen geführt habe.
  • Vision: Siemiatkowski strebt an, Klarna zu einer „Super-App” und einem „digitalen Finanzassistenten” weiterzuentwickeln, der personalisierte Bank- und Finanzdienstleistungen bietet.
  • KI-CEO-Hotline: Klarna implementierte eine 24/7-Hotline, die Kundenfragen im Gesprächsstil von Siemiatkowski beantwortet – auf Englisch und Schwedisch.

Persönliches

Siemiatkowski heiratete 2014 Nina, eine Marketing-Managerin, die er an der Stockholm School of Economics kennengelernt hatte. Sie ist Gründerin einer digitalen Plattform, die Spender mit lokalen Non-Profit-Organisationen verbindet.

Quellen


Karriere

Kommentare

Kommentare werden geladen...

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden stimmen Sie der Veröffentlichung Ihres Namens und Kommentars zu.