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Produkt Aktualisiert: 26.1.2026

IBM DB2

IBM DB2 ist ein relationales Datenbankmanagementsystem (RDBMS), das seit 1983 von IBM entwickelt und vertrieben wird.

IBM DB2

IBM DB2 ist ein relationales Datenbankmanagementsystem (RDBMS), das seit 1983 von IBM entwickelt und vertrieben wird. Als eines der ältesten und etabliertesten Enterprise-Datenbanksysteme verarbeitet DB2 geschäftskritische Workloads für Unternehmen weltweit, insbesondere im Finanzsektor, wo etwa 80% der weltweit führenden Banken DB2 einsetzen. Die Datenbank basiert auf dem relationalen Modell von Dr. Edgar F. Codd und unterstützt heute sowohl transaktionale als auch analytische Workloads mit KI-gestützten Optimierungsfunktionen.

Überblick

  • Typ: Relationales Datenbankmanagementsystem (RDBMS)
  • Hersteller: IBM
  • Erstveröffentlichung: 1983
  • Hauptsitz: Armonk, New York, USA
  • Website: ibm.com/db2
  • Aktuelle Version: DB2 12.1.3 (November 2025)
  • Marktanteil: ca. 5% im RDBMS-Markt
  • Lizenzmodell: Proprietär, verschiedene Editionen verfügbar
  • Plattformen: z/OS, Linux, UNIX, Windows, Cloud (IBM Cloud, AWS, Azure)

Produkte und Editionen

DB2-Produktfamilie

ProduktBeschreibungZielgruppe
DB2 for z/OSMainframe-Version für IBM Z-SystemeGroßunternehmen, Banken
DB2 LUWVersion für Linux, UNIX und WindowsEnterprise-Kunden
DB2 on CloudVollständig verwaltete Cloud-DatenbankCloud-native Anwendungen
DB2 WarehouseAnalytische Datenbank für Data WarehousingBusiness Intelligence
DB2 for iVersion für IBM i (ehemals AS/400)Mittelstand

Preismodell

EditionPreisMerkmale
Free$0/MonatEinstieg, begrenzte Ressourcen
Standardab $99/MonatProduktionsworkloads bis 16 vCPUs
Enterpriseab $969/MonatDedizierte Ressourcen, erweiterte Funktionen

Aktuelle Funktionen (Version 12.1)

  • AI-gestützte Query-Optimierung: Automatisches Performance-Tuning basierend auf historischen Abfragemustern
  • Vector-Datentyp: Speicherung und Verwaltung vektorisierter Daten für KI-Anwendungen (RAG, Empfehlungssysteme)
  • Federated Queries: Unterstützung für Snowflake, Oracle, MariaDB, MongoDB, SAP
  • Cloud Object Storage: Optimierte Performance für großskalige Umgebungen
  • Columnar Tables: Schema-Evolution, verbesserte UPDATE- und JOIN-Operationen

Geschichte und Entwicklung

Ursprünge (1970er-1983)

Die Geschichte von DB2 beginnt mit Dr. Edgar F. Codds bahnbrechendem Paper “A Relational Model of Data for Large Shared Data Banks” aus dem Jahr 1970. IBMs System R-Projekt in den 1970er Jahren validierte das relationale Konzept und legte den Grundstein für DB2.

Wichtige Meilensteine

JahrEreignis
1983DB2 für MVS Version 1 erscheint
1993DB2 LUW (Linux, UNIX, Windows) wird eingeführt
1996DB2 Universal Database (UDB) Version 5 mit Web-Optimierung
2001IBM erwirbt Informix und integriert Technologie in DB2
2017Umbenennung von “DB2” zu “Db2”
2024DB2 12.1 mit über 200 neuen Features und AI-Optimizer
2025DB2 12.1.2 mit Vector-Datentyp für KI-Anwendungen

Plattform-Expansion

DB2 war ursprünglich exklusiv für IBM-Mainframes verfügbar. In den 1990er Jahren wurde die Datenbank auf OS/2, UNIX, Windows Server und später Linux portiert. Die Cloud-Unterstützung umfasst heute IBM Cloud, AWS und seit 2025 auch Microsoft Azure.

Team und Führung

Die Entwicklung und Strategie von DB2 fällt unter IBMs Software-Division:

PositionName
CEO IBMArvind Krishna
SVP Software & Chief Commercial OfficerRob Thomas
IBM Fellow & VP DevelopmentNamik Hrle

Namik Hrle ist als IBM Fellow für die Zukunftsvision von IBM Z und z/OS als Enterprise-Datenplattform verantwortlich und leitet das IBM-Entwicklungslabor in Deutschland.

Eigentümerschaft

IBM DB2 ist ein vollständig im Besitz von IBM befindliches Produkt. IBM (NYSE: IBM) ist ein börsennotiertes Unternehmen ohne Private-Equity-Beteiligung. Eine Exit-Prognose ist daher nicht anwendbar.

Kunden und Einsatzbereiche

Branchen-Verteilung

  • Finanzdienstleistungen: ca. 80% der Top-10-Banken weltweit
  • Informationstechnologie: 24% der Kunden
  • Software: 11% der Kunden
  • Einzelhandel: Große Handelsketten
  • Öffentlicher Sektor: Regierungsbehörden

Namhafte Kunden

  • American Express
  • Bank of America
  • BMW
  • Citibank
  • Deutsche Bank
  • FedEx
  • Ford Motors
  • HSBC
  • REWE Group
  • Shell
  • Toyota
  • Walmart

Typische Einsatzfälle

  • Kernbankensysteme (ATM-Netzwerke, Online-Banking, Kreditkartenverarbeitung)
  • Data Warehousing und Business Intelligence
  • Transaktionsverarbeitung mit hohen Anforderungen an Datenkonsistenz
  • ERP- und CRM-Systeme

Konkurrenz

Marktposition

DatenbankMarktanteil
MySQL40,85%
PostgreSQL17,50%
Oracle Database9,81%
IBM DB24,96%
Microsoft SQL Server-

Vergleich mit Wettbewerbern

KriteriumDB2OracleSQL ServerPostgreSQL
LizenzProprietärProprietärProprietärOpen Source
Mainframe-Support
Cloud-native
KostenstrukturKomplexHochModeratKostenlos
XML-SupportStarkModeratModeratModerat

Stärken von DB2

  • Tiefe Integration mit IBM-Mainframe-Systemen
  • Hohe Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit für kritische Workloads
  • Starker Support für gemischte transaktionale und analytische Workloads
  • Bewährte Track Record im Finanzsektor

Schwächen von DB2

  • Komplexe Lizenzstruktur
  • Hohe Gesamtbetriebskosten (TCO)
  • Spezialisierte Kenntnisse für Administration erforderlich
  • Geringere Community und Ökosystem im Vergleich zu Oracle oder PostgreSQL

Auszeichnungen und Anerkennung

  • Leader im 2024 Gartner® Magic Quadrant™ für Cloud Database Management Systems
  • Customers’ Choice in Gartner Peer Insights™ für CDBMS (Mai 2024)
  • Leader im G2 Fall Report 2024 für Data Warehousing
  • Top Rated auf TrustRadius für relationale Datenbanken

Quellen

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