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Unternehmen Aktualisiert: 8.2.2026

Skyscanner

Skyscanner ist eine britische Reise-Metasuchmaschine, die Reisenden den Preisvergleich für Flüge, Hotels und Mietwagen ermöglicht.

Skyscanner

Skyscanner ist eine britische Reise-Metasuchmaschine, die Reisenden den Preisvergleich für Flüge, Hotels und Mietwagen ermöglicht. Das 2003 in Edinburgh gegründete Unternehmen aggregiert in Echtzeit Preise von über 1.200 Reiseanbietern, Online-Reisebüros und Airlines und macht diese über eine einheitliche Suchoberfläche vergleichbar. Seit 2016 gehört Skyscanner zur chinesischen Trip.com Group (ehemals Ctrip), die das Unternehmen für rund 1,74 Milliarden US-Dollar übernahm. Die Plattform ist in über 30 Sprachen verfügbar und wird in mehr als 70 Ländern genutzt.

Überblick

  • Name: Skyscanner Ltd.
  • Typ: Reise-Metasuchmaschine / Travel-Tech
  • Gründung: 2003
  • Gründer: Gareth Williams, Barry Smith, Bonamy Grimes
  • Hauptsitz: Edinburgh, Schottland (operativer Hauptsitz auch in London)
  • Eigentümer: Trip.com Group (seit Dezember 2016)
  • CEO: Bryan Batista (seit Juni 2025)
  • Mitarbeiter: ca. 1.000–1.500
  • Umsatz: 389,9 Mio. GBP (Geschäftsjahr 2024)
  • Website: skyscanner.com

Produkte und Services

Skyscanner ist keine Online-Reiseagentur (OTA), sondern eine Metasuchmaschine – das bedeutet, dass keine Buchungen direkt über Skyscanner abgewickelt werden. Stattdessen leitet die Plattform Nutzer an Airlines, Hotels oder Reisebüros weiter, bei denen die eigentliche Buchung stattfindet.

Kernprodukte

ProduktBeschreibung
FlugsucheVergleich von Flugpreisen bei über 1.200 Airlines und OTAs; flexible Suche nach günstigsten Monaten und Zielen
HotelsuchePreisvergleich für Unterkünfte weltweit
MietwagensucheVergleich von Mietwagenangeboten in über 200 Ländern
Skyscanner AppMobile Apps für iOS und Android mit Preisbenachrichtigungen
Skyscanner for Business (B2B)API-Zugang und Partnerintegration für Reiseanbieter und Affiliates

Umsatzmodell

Skyscanner verdient primär über Cost-per-Click (CPC) und Cost-per-Acquisition (CPA) Provisionen, wenn Nutzer auf Angebote klicken oder Buchungen über weitergeleitete Partner abschließen. Im Geschäftsjahr 2024 entfielen 271,2 Mio. GBP auf Flug-Provisionen, 56,9 Mio. GBP auf Werbung und Analysen, 11,5 Mio. GBP auf Mietwagen und 9,7 Mio. GBP auf Hotels.

Technologie

Skyscanner war die erste Reise-Metasuchmaschine, die Tickets im NDC-Standard (New Distribution Capability) anzeigen und direkt über eine Facilitated-Booking-Plattform verkaufen konnte. Die API-Integrationen mit Airlines, OTAs und GDS-Systemen werden mehrmals pro Minute aktualisiert.

Geschichte und Entwicklung

Gründung (2001–2003)

Die Idee zu Skyscanner entstand aus der Frustration von Gareth Williams, der günstige Flüge von London in die Alpen suchte und keinen einfachen Weg fand, Preise verschiedener Airlines zu vergleichen. Zusammen mit seinen Universitätsfreunden Barry Smith und Bonamy Grimes entwickelte er ab 2001 in den Docklands von Edinburgh einen ersten Prototypen – zunächst als einfache Excel-Tabelle, die Daten von Airline-Websites abfragte. 2003 ging die Web-Plattform online.

Bootstrapping und Wachstum (2003–2007)

Die Gründer finanzierten das Unternehmen zunächst selbst. Sie teilten sich zwei Gehälter zu dritt, während Williams in Vollzeit an Skyscanner arbeitete und die anderen ihre regulären Jobs behielten. Externe Finanzierung war schwer zu bekommen.

Finanzierungsrunden (2007–2016)

JahrRundeInvestorenBewertung
2007Series AScottish Equity Partners (SEP)– (2,5 Mio. GBP Investment)
2013Series CSequoia Capitalca. 800 Mio. USD
2016Series DKhazanah Nasional, Yahoo Japan, Baillie Gifford1,6 Mrd. USD

Weitere Investoren im Laufe der Unternehmensgeschichte waren unter anderem Vitruvian Partners und Artemis. Insgesamt sammelte Skyscanner vor der Übernahme über 130 Mio. GBP an Finanzierung ein.

Übernahme durch Ctrip/Trip.com (2016)

Im November 2016 gab Ctrip.com International (heute Trip.com Group) die Übernahme von Skyscanner für rund 1,74 Milliarden US-Dollar bekannt. Die Transaktion wurde am 9. Dezember 2016 abgeschlossen. Der Kaufpreis bestand hauptsächlich aus Barmitteln, ergänzt durch Ctrip-Aktien und Schuldscheine. Für den frühen Investor Scottish Equity Partners war die Übernahme ein massiver Gewinn – SEP hielt vor dem Verkauf rund ein Drittel des Unternehmens.

Jüngste Entwicklungen (2020–2025)

Während der COVID-19-Pandemie musste Skyscanner Büros schließen und Personal abbauen. Nach der Erholung des Reisemarktes wuchs das Unternehmen jedoch wieder stark. Im Mai 2025 wurde Bryan Batista, zuvor Chief Operating Officer, zum neuen CEO ernannt. Er folgte auf John Mangelaars, der das Unternehmen viereinhalb Jahre geführt hatte. Batista bringt Erfahrung von Tesla und Booking.com mit, wo er als CEO von Rentalcars.com und SVP der Trips-Sparte tätig war.

Führungsteam

NamePosition
Bryan BatistaCEO (seit Juni 2025)
Laurence Bourdon-TracolChief Financial Officer (CFO)
Clive PeoplesChief Marketing Officer (CMO)
Stuart MiddletonChief Commercial Officer (CCO)

Gründer

  • Gareth Williams – Co-Founder und ehemaliger CEO
  • Barry Smith – Co-Founder
  • Bonamy Grimes – Co-Founder

Eigentümer und Investoren

Skyscanner ist seit Dezember 2016 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Trip.com Group (NASDAQ: TCOM, HKEX: 9961), einem der weltweit größten Online-Reisekonzerne mit Sitz in Shanghai. Zur Trip.com Group gehören neben Skyscanner auch Trip.com, Ctrip, Qunar, Travix und MakeMyTrip.

Da Skyscanner von einem börsennotierten Konzern (Trip.com Group) übernommen wurde und nicht von einem Private-Equity-Fonds, ist keine Exit-Prognose im klassischen PE-Sinne anwendbar.

Frühere Investoren (vor der Übernahme)

  • Scottish Equity Partners (SEP) – Lead Investor Series A
  • Sequoia Capital
  • Vitruvian Partners
  • Artemis
  • Khazanah Nasional (Malaysia)
  • Yahoo Japan
  • Baillie Gifford

Standorte

Skyscanner unterhält Büros in mehreren Städten weltweit:

  • Edinburgh (Gründungsstandort)
  • Glasgow
  • London (operativer Hauptsitz)
  • Barcelona
  • Miami
  • Shenzhen
  • Singapur (APAC-Hauptquartier)
  • Tokio

Konkurrenz

Skyscanner konkurriert im Markt der Reise-Metasuchmaschinen mit mehreren etablierten Anbietern:

WettbewerberEigentümerBesonderheit
Google FlightsAlphabet (Google)Integration in Google-Suche, Preis-Tracking
KayakBooking HoldingsPionier der Reise-Metasuche (gegr. 2004)
MomondoBooking Holdings (via Kayak)Visuelle Preistrend-Darstellung
Kiwi.comKiwi.comVirtual Interlining (Kombination verschiedener Airlines)
TrivagoExpedia GroupFokus auf Hotelpreisvergleich
CheapflightsBooking Holdings (via Kayak)Deal-orientierte Flugsuche

Quellen

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